Noch bis Dezember dieses Jahres baut die Stadtentwässerung Dresden auf einer Strecke von 3250 Metern entlang der Elbe auf Johannstädter Seite für 15 Millionen Euro parallel zum alten einen neuen Abfangkanal. Das sagte Bauleiter Heiko Nytsch. Der alte reichlich 80 Jahre alte Kanal sei zum Teil porös, löchrig und ausgespült. Über den Altstädter Abfangkanal wird Abwasser bis zur Kläranlage nach Kaditz transportiert.
Trotz des Wintertreibens werden die Arbeiten kaum behindert. "Wir liegen voll im Zeitplan", schmunzelt Bauleiter Nytsch. Der Neubau werde größtenteils im geschlossenen Rohrvortrieb durchgeführt. Ein Betonteil gelange mittels Portalkran in die Startbaugrube in sechs Meter Tiefe. Dort treibe eine Hydraulikpresse die Teile voran. An der Zielgrube werde dann der Aushub entgegengenommen. "Der Rohrvortrieb geht bei fast jeder Temperatur", sagt Nytsch. Auch das Grundwasser mache derzeit überhaupt keine Probleme. Für den Notfall sei man gerüstet. Doch der Notfall sei nicht abzusehen. Die vier Meter langen und 22 Tonnen schweren Betonrohre sind Nach Angaben von Nytsch eine Spezialanfertigung mit dem besonderen Dresdner Profil. Das zeichne sich durch eine flache Sohle aus. Auf der könne der Stauwagen mit seinen Schildern zum Reinigen fahren. Die Rohre seien zwar geringfügig teurer als herkömmliche Betonteile, doch könne man die Schilder weiter verwenden und müsste die Stauwagen nicht umrüsten. Begonnen hat die Stadtentwässerung Dresden den Neubau des Abfangkanals bereits im September vergangenen Jahres. Eine Sanierung wäre zu teuer gewesen, daher wird unmittelbar neben dem alten Kanal ein neuer angelegt. "Während der Baumaßnahmen kann so der alte Kanal weiterhin genutzt werden. Und auch eine komplette Straßensperrung bleibt den Dresdnern erspart", sagte Pressesprecherin Jana Wenke. Die Startbaugrube war im September in Höhe Hertelstraße. Saniert wird in drei Abschnitten zwischen Steinstraße und Vogesenweg. Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten
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