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Durchbruchstechnologie im Tunnelbau / Innovationspreis 2005  

Die Firma WIRTH erhielt anlässlich der IUT im Schweizer Sargans den Innovationspreis 2005 für seine Durchbruchstechnologie im Tunnelbau. Der Versuchsstollen Hagerbach, der für den Untertagebau forscht, testet und entwickelt, bietet alle drei Jahre Fachbesuchern und Ausstellern ein besonderes Ambiente:

 In dem 5 km langen Stollensystem werden Bauverfahren, Maschinen und Geräte live präsentiert. Aufgrund des authentischen Rahmens sind Helm und robustes Schuhwerk in dem unebenen und nicht immer trockenen Stollen ratsam. Auf einer Pressekonferenz nahm Niko Kleuters, C.E.O. der WIRTH Group, den Innovationspreis 2005 für den erfolgreichen Einsatz einer neuartigen Technologie entgegen. Im Einsatz kann man die Technologie im Uetlibergtunnel, Herzstück der verkehrsentlastenden Westumfahrung von Zürich, sehen. "Zuerst wurde der Pilotstollen Uetliberg mit einer TBM Ø 5m aufgefahren. Der Durchschlag der Tunnelbohrmaschine, wobei es sich ebenfalls um ein WIRTH Produkt handelte, erfolgte im Februar 2002 nach 2700 m Vortrieb und neun Monaten Bauzeit. Parallel wurde diese Zeit genutzt, um die Planung und die Herstellung des Bohrkopfes mit der Hinterschneidtechnik voranzutreiben. "Im Oktober 2002 war es soweit; der neuartige Bohrkopf mit den imposanten Abmessungen wurde im Werk Erkelenz durch eine Delegation Projektbeteiligter besichtigt." Dies berichtet MURER-STRABAG-Bereichsleiter Thomas Murer. Inzwischen bohrt die Tunnelbohrerweiterungsmaschine erstmals nach dem Hinterschneidprinzip. Dabei werden die Rollenmeißel des Bohrkopfes nicht im rechten Winkel gegen den Fels gepresst, um so einen gesteinszerstörenden Druck aufzubauen, sondern stehen in einem Winkel von 10° leicht schräg, so dass sie das Gestein "abscheren" und sich in den Berg "hineinschneiden". Projektant Felix Amberg von Amberg Engineering bezeichnet den Einsatz der WIRTH Technologie am Uetliberg als "wegweisende Innovation". "Die starke Expansion in den Städten und der steigende Bedarf an infrastrukturellen Projekten, wie Hochgeschwindigkeitszügen und Autobahnen, machen in den nächsten zehn Jahren alleine in Europa und Asien rund 5000 km Verkehrstunnel nötig", prognostizierte Prof. Dr. Alfred Haack, Geschäftsführender Vorstand der STUVA auf der IUT.

Quelle: bauMagazin 11/05

Quelle: NODIG-CONSTRUCTION



Quelle:

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